Matthias Lincke     Altfrentsch



Altfrentsche Besetzung



Solobild Emil Rittmeyer's legendäres Gemälde "Stubete auf Alp Sol" (1865) stellt zwei Musikanten dar, die auf Geige und Hackbrett für eine bewegte Menge zum Tanz aufspielen.
Es stammt aus der Zeit der "Altfrentschen" Appenzellermusik , als Musikanten im Alpstein noch im einfachen "Sunntigsgwand" und in kleiner Besetzung musizierten.
Das Duo von Matthias Lincke und Elias Menzi (Appenzeller Hackbrett) ist eine Reminiszenz an diese Zeit und an die Urformen der Appenzeller Streichmusik.
Ausgehend von Handschriften aus dem 19.Jahrhundert und Schellack-Aufnahmen aus den 1920er-Jahren zelebrieren sie kreative Momente und Entwicklungen in der Geschichte der Appenzellermusik und lassen sich inspirieren zu neuen, eigenen Formen.

Solobild

Wenn Matthias Härtel (Kontrabass, Geige, Gesang) mit "Bassgeige", Geige und "urigem" Jodelgesang zu ihnen hinzustösst, wird "altfrentsch uufgmacht". Dies ganz im Sinne der alten Appenzeller Musikanten, wenn sie in "Altfrentscher Besetzung"(Geige-Hackbrett-Kontrabass) und auf bewährte, aber ebenso spontane Weise den Saal "zum Stiigä" brachten.

Solobild

Altfrentsch unterwegs


"Walzerwahnsinn" und "urige" Tänze vom "Landler" bis zum "Hierig": Die wilde Appenzeller Tanzmusik der berüchtigten Alpstubeten, welche die Kirche in vergangenen Jahrhunderten wiederholt zu landesweiten Tanzverboten bewog, existiert noch. Bloss wird sie kaum gespielt.
In alten Handschriften und auf Schellack-Platten lagert sie in Archiven und wartet darauf, wieder zum Leben erweckt zu werden. Der Aufgabe, diese wunderbare Volksmusik wieder zurück "unters Volk" zu bringen, widmet sich Matthias Lincke mit seiner Landstreichmusik im Projekt "Altfrentsch unterwegs".

"Altfrentsch", ein heute nur noch selten gebrauchter Begriff im Appenzeller Dialekt, geht zurück auf den deutschen Ausdruck "altfränkisch". Vom mittelhochdeutschen "altvrenkisch" herrührend ("in der Art der alten Franken") bedeutet er soviel wie "altmodisch", "nach altem Brauch".

Dieser Begriff dient als Motto für die aktuelle Produktion der Landstreichmusik. Im August 2016 erscheint auf dem Label Musiques Suisses die CD "Altfrentsch". Diese wird im Rahmen der Stubete am See in der Tonhalle Zürich im August getauft und reist danach im Gepäck der bunten Landstreicher-Truppe mit zu manchem Konzert oder Stubete-Anlass.
Im Rahmen einer lockeren Schweizer Tournee wird die Landstreichmusik in diversen Zusammensetzungen in Erscheinung treten. In Duo- bis Sextett-Besetzung wird "Giigämaa" Matthias Lincke mit wechselnden Weggefährten unterwegs sein.

Hörmuster



Trio Matthias Lincke, Elias Menzi, Matthias Härtel:

Bischelis Drüü
En Chromme


Duo Matthias Lincke & Elias Menzi:   

Die Löpfige
Die Letschte


Live im Little India